Kunst und Kritik im zeitgenössischen Kontext

           
   

Archiv - Entdeckungen

Wagnerdenkmal bei Dresden

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Ehern, majestätisch und kaum erreicht - wie sein Werk: im Liebethaler Grund, unweit Dresdens, blickt ein Gralsritter auf uns Irdische herab.

Zwischen seiner Entstehung und letztendlichen Enthüllung sollten zwei Jahrzehnte vergehen. Doch nun ist das größte Wagner-Denkmal der Welt an den Ufern der Wesenitz gern besuchtes Pilgerziel von Wagnerianern.

Es führen nicht gerade alle Wege zu dem bronzenen Lohengrin mit den Zügen des für viele größten Tonsetzers aller Zeiten; was natürlich etwas anders gewesen wäre, hätte das allegorische Werk den ihm ursprünglich zugedachten Platz im Dresdner "Großen Garten" erhalten.

Weltkrieg und Wirtschaftskrise ließen jedoch das 1911/12 von Professor Richard Guhr entworfene Werk zunächst in Vergessenheit geraten. Wagnerfreunde, unter ihnen die Familie Staude, Besitzer der Lochmühle im Liebethaler Grund, die den Standort unentgeltlich zur Verfügung stellten, betrieben die Auferstehung des Denkmals.

Dieses konnte nach Ausbruch wagnerfreundlicherer Zeiten am 21. Mai 1933 enthüllt werden. Nun ragt es, umgeben von Felswänden und hohen Bäumen gut 12 Meter aus dem Grund. Fünf Figuren, die die Elemente seiner Musik repräsentieren sollen, lagern zu Füßen des Meisters: das Sphärische, das Lyrische, das Dramatische, das Dionysische und das Dämonische.

 

 

 

 


 

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